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Meldungen Regensburg

Wir treffen uns gemütlich im Ogawa, und essen leckeres Sushi, und unterhalten uns. Gäste sind natürlich herzlich willkommen!

Datum: 9.12.2015 (Mittwoch)
Zeit: 19:00
Ort: Ogawa (An der Schergenbreite 1, 93059 Regensburg)
Anmeldung: Bitte bis zum 5. Dezember bei Frau Mayumi Takamura-Zorneck unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden.

Am 30. September veranstaltete die DJG Regensburg einen Workshop für japanisches Mahjong. Teilnehmen durfte jeder; Ziel war es, Interessierten das Spiel nahezubringen. Es waren auch einige versierte Spieler anwesend, die halfen, den Teilnehmern das Spiel mit seinen teils doch komplexen Regeln verständlich zu machen. Zunächst wurden das Spielprinzip und die Regeln in einem Vortrag erklärt und gleichzeitig das Gesagte von den erfahrenen Spielern an einem Spielset demonstriert. Anschließend wurde eine kurze Spielrunde mit Erklärungen simuliert. Dann ging es endlich ans Spielen. In Vierergruppen aus je einem Lehrer und drei Spielern probierten die Teilnehmer das japanische Mahjong aus. Ein weiterer Lehrer ging herum und half hier und da bei Entscheidungsschwierigkeiten weiter. Das Spiel kam bei den Teilnehmern gut an, und so wurde beschlossen, die Kenntnisse bei einem Anschlusstermin eine Woche später zu vertiefen.

Herr Gahler erklärt das Spielprinzip und die Regeln.

Demo-Spiel von Lehrern.


Beim Spiel.

Japanisches Papiertheater faszinierte


Stefan Großkreuz schlägt die hölzernen hyoshigi zwei Mal aneinander und ruft „Hajimari, hajimari“ – „Ich fange an“. Dann klappt er die Türchen des Rahmens auf, der auf dem Gepäckträger seines altmodischen schwarzen Fahrrads montiert ist. Eine erste Bildtafel wird sichtbar. Großkreuz erzählt die Geschichte von Kaguyahime, der Bambusprinzessin.
„Geschichte und Geschichten des japanischen Papiertheaters“ erlebten die Besucher am Samstag, 17. Oktober im Hörsaal H26 der Universität Regensburg. Stefan Großkreuz, der Vorsitzende des Deutsch-Japanischen Vereins Yawara Lippstadt e.V., berichtete zunächst von den Anfängen des Kamishibai in den 1920er Jahren. „In Japan gibt es eine sehr alte Erzähltradition“, sagte er. Das Papiertheater erfreute sich rasch großer Beliebtheit. Mit dem Fahrrad zogen die Erzähler durch die Straßen und trugen Märchen, Fabeln und Abenteuergeschichten vor. Dargestellt waren diese auf etwa acht bis zwölf Bildtafeln, auf deren Rückseite der Text abgelesen werden konnte. Die Vorstellung an sich war kostenlos, Geld verdienten die Geschichtenerzähler  sich mit dem Verkauf von Süßigkeiten. In Tokyo und Osaka, den Hochburgen des Kamishibai, soll es in den 1930er Jahren insgesamt rund 10.000 Geschichtenerzähler gegeben haben, so Großkreuz. Er berichtete auch von Kritik der Pädagogen am Papiertheater („zu bunt“), Hygieneproblemen mit den verkauften Süßigkeiten und der politischen Vereinnahmung des Kamishibai während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Krieg erlebte das Papiertheater eine neue Blüte, erzählt wurden nun auch Fortsetzungsgeschichten, deren einzelne Episoden ähnlich wie bei heutigen Fernsehserien mit einem Cliffhanger endeten.
Das Fernsehen war es schließlich auch, dass das Ende der Blütezeit des Papiertheaters einläutete. Dieses entwickelte sich in zwei Stilrichtungen weiter: dem gaito kamishibai (Straßen-Papiertheater), dessen Nachfolger die japanischen Comics und Trickfilme – Manga und Anime – sind, und dem kyoiku kamishibai, also Bildungs-Papiertheater, das bis heute in Kindergärten oder Schulen eingesetzt wird. „Auch viele Büchereien bieten mittlerweile Kamishibai-Bühnen zum Ausleihen an“, sagte Großkreuz.


Am Sonntag, 18. Oktober, folgte eine Kamishibai-Vorführung für Kinder. Auf Decken und Kissen auf dem Boden vor der Bühne sitzend verfolgten die Mädchen und Buben gebannt die Geschichten von dem Pfirsich-Jungen Momotarô, der auszieht, um die Dämonen zu besiegen, oder vom Fischer Urashima Tarô, der einer Schildkröte das Leben rettet und in einen Palast unter dem Meer gebracht wird. Den Beginn der Geschichten dürfen die Kinder abwechseln mit den hyoshigi, den japanischen Klanghölzern, ankündigen. „Vor der nächsten Geschichte muss ich wissen, ob jemand von euch Angst vor Hexen hat“, fragt Großkreuz sein junges Publikum. „Ich habe keine Angst“, ruft ein Junge. Die Geschichte von der kinderfressenden Berghexe Yamanba, die Großkreuz mit wechselnden Stimmen sehr lebendig vorträgt, finden glücklicherweise ein gutes Ende. Bei einem Kamishibai-Quiz rund um Ninja gibt es Gummibärchen für die richtigen Antworten. Zum Schluss singt Großkreuz mit den Kindern – ebenfalls unterstützt von Bildtafeln – noch das Lied „Meine Tante aus Marokko“ und erzählt als Zugabe die Geschichte vom Schildkröten-Ausflug. Dann werden die Türchen an der Bühne zum letzten Mal geschlossen. „Oshimai“ – Ende.

Übrigens: Am 8. November 2015, dem Tag der offenen Tür der Stadtverwaltung, gibt es in der Stadtteilbücherei Nord im Regensburger ALEX-Center ebenfalls ein Kamishibai-Erzähltheater mit Märchen der Gebrüder Grimm.


Herr Großkreuz erzählt die Geschichte "Kaguyahime, die Bambusprinzessin"


Die Kinder waren total begeistert von den Geschichten.

 

Am 29. November zeigt die Deutsch-Japanische Gesellschaft Regensburg den Dokumentarfilm "Hafu" (2013, 87 Minuten, Original mit deutschen Untertiteln).

Hafu(ハーフ) ist ein japanisch-englisches Wort für "Halb-Japaner" oder "Mischling". In dem Dokumentarfilm berichten fünf "Hafu-Japaner", die in Japan leben, von ihren Erfahrungen. Dabei geht es um Themen wie Diversität, Multikulturalität, Nationalität und Identität und die Fragen "Was bedeutet es, Hafu zu sein?" und "Was bedeutete es, Japaner zu sein?".

Informationen zum Film finden Sie hier: http://hafufilm.com/en/

Datum: 29. November (Sonntag)
Zeit: 14:00 Uhr
Ort: Uni-Regensburg, H2
Eintritt: DJG-Mitglieder 3 Euro, Vollzahler 4 Euro
Kinderbetreuung: Wir bieten als Service eine Kinderbetreuung an. Bei Interesse schreiben Sie bitte eine Mail an Frau Takamura-Zorneck (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Teilen Sie uns darin bitte bis spätestens 20. November die Anzahl und das Alter der zu betreuenden Kinder mit.

 

2015 feiert die DJG Regensburg ihr zehnjähriges Bestehen. Zum Jubiläum planen wir viele verschiedene Veranstaltungen. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Gelegenheit wahrnehmen, unsere Jubiläumsveranstaltungen zu besuchen und gemeinsam mit uns zu feiern!

Jahresplanung 2015

(Weitere Veranstaltungen in Planung!)

Datum

Veranstaltung

Wochentag

Zeit

Ort

12.04.2015

Filmabend "Black Rain"

Sonntag

19:00

Gravenreuther

24.04.2015

Vortrag & Vorführung Teezeremonie

Freitag

19:00

Altes Finanzamt

25.04.2015

Teezeremonie Workshop

Samstag

10:00- 15:00

Altes Finanzamt

10.05.2015

Filmabend "Stimme des Herzens"

Sonntag

20:00

Gravenreuther

20.05.2015

Shamisen-Konzert

Mittwoch

20:00

W1

07.06.2015

Filmabend "Sanjurô"

Sonntag

20:00

Gravenreuther

27.06.2015

Kochkurs

Samstag

13:00-19:00

VHS Küche

03.07.2015

Rakugo auf Deutsch

Freitag

20:00

W1

12.07.2015

Filmabend "Hanabi"

Sonntag

20:00

Gravenreuther

20.07.2015

Trommel-Konzert
Montag

20::00

Alte Mälzerei

29.09.2015
Workshop für Japanisches Mahjong
Dienstag

18:30

H8

06.10.2015
(eventuell) zweiter Termin für Mahjong
Dienstag 18:30 H8

17.10.2015
Vortrag & Vorführung Kamishibai Papiertheater
Samstag
19:00 Uni H26
18.10.2015 "Kamishibai" Papiertheater für Kinder Sonntag 14:00 Uni H26
25.10.2015 Filmabend "Akira" Sonntag 19:00 Gravereuther
29.11.2015 Dokmentarfilm "HAFU" Sonntag 14:00 Uni H2
09.12.2015 Bonenkai Mittwoch 19:00 Ogawa
17.01.2016
Filmabend "A Taxing Woman" Sonntag
19:00
Gravenreuther

 

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