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Meldungen Regensburg

In Zusammenarbeit mit dem Lektorat für Japanisch der Universität Regensburg

 

Japanischer Filmabend

 

Montag, 22. Juni 2009, 19:30 Uhr,

Vortragsraum Haus der Begegnung, Hinter der Grieb 8

 

Always – Sonnenuntergang in der 3. Strasse

 

三丁目の夕日 (San-chome no yūhi).

 

in japanischer Sprache mit englischen Untertiteln

 



Ryunosuke und seine Freundin Hiromi

Dieser Film, der 2006 Sieger in 12 von 13 Kategorien der japanischen Academy Awards wurde, handelt vom Leben und von den Alltagsproblemen mehreren Personen in einer kleinen Tokioer Straße im Nachkriegsjapan der 50er Jahre, als gerade der Tokyo-Tower gebaut wurde, Symbol für den Wiederaufbau Japans nach der Katastrophe des II. Weltkriegs.

 

Bon-Odori - 盆踊り- in Regensburg

Der Ausländerbeirat der Stadt Regensburg organisierte am 13. und 14. Juni 2009 in
Regensburg, am Grieser Spitz
ein

 



Im Rahmen dieses KInderfestes führte eine Gruppe japanischer Damen, eingeübt und geführt von unserem Mitglied Frau Ikuko Takeuchi-Trotner, zweimal Bon-Odori vor:

- am Samstag, 13. Juni von 16:00 - 17:00 Uhr
- am Sonntag, 14. Juni von 11:30 - 12:30 Uhr



Die Damen im Yukata (Sommer-Kimono) beim Bon-Odori

O-Bon, das bedeutendste Fest zur Ehrung der Ahnen in Japan, wird jährlich vom 13. - 16. August gefeiert. Es geht auf die buddhistische Anschauung zurück, dass während dieser Zeit die Ahnen auf die Erde zurückkommen. Die Geister werden begrüßt, kleine Happen der Liebliongsspeisen der Verstorbenen werden vorbereitet, und es werden fröhliche Tänze, eben die Bon-Odori, abgehalten.

Am letzten Abend des Festes werden Papierboote mit Laternen auf Bächen und Flüssen ausgesetzt, um den Seelen den Weg zurück in die Unterwelt zu weisen.

Nachstehend einige weitere Bilder.



Vorne Frau Ikuko Takeuchi-Trotner, Japanisch-Lehrerin an der
VHS Regensburg,welche den Tanz mit den anderen Damen geprobt hatte



Auch die Jüngsten waren mit von der Partie



Vorn unser Präsidiumsmitglied Frau Mayumi Takamura,
Lektorin für Japanisch an der Universität Regensburg




Auch den ganz Kleinen macht es Spaß



Die zahlreichen Zuschauer zollten begeistert Beifall



Schliesslich wurden alle zum Mitmachen aufgefordert
Der Tanz wurde wahrhaft international



Der japanische Stand beim Internationalen Kinderfest.
Die Herren halten die Stellung, bevor die Damen übernehmen
Neue japanische Tänzerin am Stadttheater,
Ayumi Babasaki-Noblet,
tanzt eigene Choreografie Tanka - 短歌
in "creative attack - Junge Choreografen V",
Premiere am Freitag, 29. Mai 2009, 19:30 Uhr Regensburg, Veloddrom
Weitere Vorstellungen am 4. und 27. Juni 2009



Ayumi Babasaki in "Hundert Jahre Einsamkeit" von Olaf Schmidt, Foto Juliane Zitzlsperger

Ayumi Babasaki-Noblet ist seit September 2008 gemeinsam mit ihrem Mann, Alister Noblet, der auch Tänzer ist, am Stadttheater Regensburg engagiert.

In dem Programm "creative attack - Junge Choreografen V" wird zum 5. Mal jungen Tänzern die Gelegenheit gegeben, eigene Choreografien vorzustellen, Einzelheiten siehe Stadttheater Regensburg

In dieser Reihe stellt Ayumi Babasaki eine Choreografie vor, die ein Tanka darstellt.Tanka ist eine über 1000 Jahre alte reimlose japanische Gedichtform, die den Augenblick beschwört und ihn festhält mit Präzision und Musikalität (Wikipedia). Ayumi bringt mit Kostümen, die an Kimonos angelehnt sind, sowie mit schönen Hintergrundbildern von Kirschblüten und japanischen Torii  japanische Atmosphäre auf die Bühne, der Tanz unterstützt durch die besondere Melodik der Shakuhachi- und Koto-Musik.

Sehr eindrucksvoll und anrührend auch die sehr persönliche Choreographie "Kazu Kun" von Alister Noblet, Ehemann von Ayumi, die das Schicksal des behinderten Bruders von Ayumi zum Thema hat. Sie erhielt bei der Premiere besonders viel Beifall.

Ayumi Babasaki hat von 1987-1989 in Japan Ballett studiert, u.a. an der Ballett-Schule Tokyo, 1999-2000 dann an der Ballett-Schule Hamburg.

Danach hatte sie Engagements an der Semper Oper in Dresden, am Theater Dortmund, beim Norwegischen National-Ballet in Oslo, zuletzt am Opernhaus in Halle, bis sie vor  wenigen Monaten nach Regensburg kam, wo es ihr sehr gut gefällt und sie möglichst lange bleiben möchte.



Emi Kuzuoka

In der Produktion "creative attack Junge Choreografen V" ist das gesamte Regensburger Ballettensemble zu sehen, darunter auch - wohl zum letzten Mal - Emi Kuzuoka, die nach der Sommerpause nach Düsseldorf wechselt.


 


2. Vortrag der Reihe

Dienstag, 16. Juni 2009, 19:00 c.t., Hörsaal 3, Universität Regensburg


"Zur wirtschaftlichen Lage in Japan heute"


Prof. Dr. Franz Waldenberger

Professur für Wirtschaft Japans

Ludwig-Maximilians-Universität MÜnchen

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Prof. Dr. Franz Waldenberger beim Vortrag




Die Begrüßung und Einführung übernahm der Mitveranstalter,
Prof. Dr. Stepan Bierling, Lehrstuhl für Internationale Politik
der Unversität Regensburg, zugleich in seiner Eigenschaft
als Prorektor der Universität Regensburg

Der Vortragende gab einen Überblick über die Entwicklung der japanischen Wirtschaft in den vergangenen 20 Jahren, stellte den tiefen Einbruch nach dem Platzen der "Bubble-Economy" 1991 dar, auch als "die verlorenen 10 Jahre"bekannt. Er schilderte sodann die Erholung der japanischen Wirtschaft bis zur derzeitigen weltweiten Finanzkrise, die Japan als ein sehr stark von der produzierenden Industrie abhängiges Land noch mehr als die Bundesrepublik Deutschland betrifft. Man geht von einem Fall des BIP um 6 % aus. Allerdings stehen auch in Japan die Anzeichen auf Erholung in den nächsten Jahren. Japan hat eine weit höhere Staatsverschuldung als die OECD-Länder, die allerdings durch den fast auf Null stehenden Basiszinssatz besser als bei europäischen Ländern zu schultern ist.



Der Präsident der DJG Regensburg, Herbert Eichele, bedankt sich beim Vortragenden



Nach dem Vortrag wird in der Uni-Pizzeria im kleineren Kreis mit dem Referenten
weiter diskutiert. Dabei auch Frau Mayumi Takamura, Lektorin für Japanisch an der
Universität Regensburg und Mitveranstalterin dieser Vortragsreihe



Auch der derzeit als Gastforscher an der LMU in München tätige Prof. Toru Iwami, den
Prof. Waldenberger mitgebracht hatte, beteiligte sich an der Diskussion, hier im Gespräch
mit unserem Präsidiumsmitglied Frau Dr. Doris Simon

Die japanisch-deutschen Beziehungen


Vor fast 150 Jahren, am 24.01.1861, wurde der erste völkerrechtliche Vertrag zwischen Deutschland – damals dem Königreich Preußen – und Japan geschlossen. Er stand unter der Präambel: „Es soll ewiger Friede und bestaendige Freundschaft bestehen zwischen Seiner Majestaet dem Koenige von Preuszen und seiner Majestaet dem Taikuhn von Japan, ihren Erben und Nachfolgern, sowie auch zwischen den beiderseitigen Unterthanen.“ Zeit also, einen Blick auf dieses Land zu werfen, mit dem Deutschland in der Tat – bis auf eine kurze Zeitspanne während des ersten Weltkrieges – dauernd gute und freundschaftliche Beziehungen pflegte und weiter aufrecht erhält, das bis vor Kurzem auch der wichtigste asiatische Handelspartner der Bundesrepublik Deutschland war, erst jüngst in dieser Rolle von der VR China abgelöst, und für das Deutschland noch immer der wichtigeste europäische Handelspartner ist.

Der Referent

Prof. Dr. Franz Waldenberger studierte Volkswirtschaftlehre in Heidelberg, Köln und Tokyo. Er promovierte 1990 und habilitierte sich 1996 an der Universität zu Köln.

Nach Tätigkeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Staatswissenschaftlichen Seminar der Universität zu Köln, im Stab der Monopolkommission und am Deutschen Institut für Japanstudien, Tokyo, ist er seit November 1997 Inhaber der Professur für Japanische Wirtschaft am Japan-Zentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München, Mitglied der Fakultät für Kulturwissenschaft und der Fakultät für Betriebswirtschaft.

Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind die Wirtschaft Japans, vergleichende Analyse von Wirtschaftssystemen, Corporate Governance und Internationales Management.
In Zusammenarbeit mit dem Lektorat für Japanisch der Universität Regensburg

Japanischer Filmabend Montag, 11. Mai 2009, 19: 30 Uhr,
Vortragsraum Haus der Begegnung,Hinter der Grieb 8

„Der Barbar und die Geisha “
In englischer und japanischer Sprache mit deutschen Untertiteln



John Wayne und Eiko Ando


Veredelte Hollywood-Version der (wahren) Geschichte der Geisha O-Kichi aus Shimoda, die 1856 auf Geheiß der örtlichen Behörden dem ersten amerikanischen Generalkonsul Townsend Harris zu Diensten sein musste. Im Film ist sie hilfreich beim Abschluss des Handelsvertrags zwischen den USA und der Shogunatsregierung und zieht sich nach Erfüllung ihrer Aufgabe zurück.



Der Generalkonsul Townsend Harris wird in Edo vom Shogun empfangen



Der Shogun erhält ein Fernrohr als Geschenk

Die wirkliche O-Kichi wurde von ihren Landsleuten als Tojin-O-Kichi (Ausländer-Kichi) verachtet und beging nach Jahren als Alkoholikerin Selbstmord. In Shimoda gibt es noch heute ein O-Kichi-Musseum und ein jährliches O-Kichi-Fest.



Foto der historischen O-Kichi

Auch Bert Brecht nahm sich der Geschichte an. Sein Stück mit dem Titel „Die Judith von Shimoda“ wurde vor Kurzem erfolgreich durch das Regensburger Studententheater aufgeführt.

Der Film wurde komplett in Japan gedreht und bietet ein gutes und farbenprächtiges Bild der japanischen Feudalgesellschaft zur Endzeit des Tokugawa-Schogunats.

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