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Am 19. November 2017 hat unser Workshop "Japanische Geschenkverpackung für Weihnachten" an der Universität Regensburg stattgefunden. Die Dozentin, Frau Caroline Barley, hatte für die Teilnehmer viel vorbereitet. Sie hat verschiedene Geschenkpapiere, Geschenkschachteln zum zusammen basteln, Aufkleber und selbst gemachte Geschenkkarten mitgebracht. Die sieben Teilnehmer haben mit der Anleitung von Frau Barley zehn verschiedene Verpackungstechniken gelernt und selbst ausprobiert. Verwendet wurden dabei Furoshiki (jap. Verpackungstuch), Geschenkpapiere und sogar Backpapier. Damit lassen sich zum Beispiel Bücher, Weinflaschen oder Süßigkeiten formschön verpacken.

Hier sehen Sie ein paar Eindrücke des Workshops!


Frau Barley zeigt wie man mit Furoshiki einwickelt.


Bambus-Verpackung


Sogar Backpapier verwandelt sich zum Geschenkpapier!

Grußkarten von Frau Barley mit selbstgemachtem Gummistempeln


Verschiedene Furoshikis

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Die Dozentin Caroline Barley
Ich bin eine enthusiastische und kreative Person mit einer Leidenschaft für Kunst, Design und Handwerk. (BA Hons Graphic Design.) Meine Erfahrungen und die Menschen, die ich treffe, inspiriere meine Arbeit. Ich habe in Großbritannien, Japan und Deutschland gelebt. Ich bin ein soziales Wesen und liebe es, etwas Neues zu lernen. Gerne teile ich mein Wissen, weil ich glaube, dass Geschichten, Wissen und Erfahrungen Menschen zusammenbringen. Kunsthandwerk eignet sich meiner Erfahrung nach perfekt um miteinander in Kontakt zu kommen, auch ohne eine gemeinsame Sprache.
Ich bin keine Japanerin und ich bin keine Lehrerin, aber ich teile sehr gern all das Wissen, das ich von talentierten Freunden und Lehrern gezeigt bekommen habe.
Ich würde euch gerne japanische Bastel-Ideen zeigen, die ihr zu Hause einfach nachmachen könnt. Viele der Materialen gibt es auch hier in Deutschland zu kaufen.
 
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Schenken und Geschenke verpacken in Japan
Als ich in Japan lebte, hatte ich das Glück, viele wunderbare Freunde zu finden. Wenn ich Freunde zu mir nach Hause einlud, brachten sie immer ein kleines Geschenk mit, manchmal Teebeutel, Schokolade oder einen kleinen Blumenstrauß. Ich habe gelernt, dass das Geben von Geschenken in der japanischen Kultur tief verwurzelt ist. Die Gelegenheit bestimmt den Gegenstand und die Art der Präsentation. Die Verpackung des Geschenks ist oft wichtiger als das, was drinnen ist. Sie sollte die Gefühle, die durch das Geschenk zum Ausdruck gebracht werden, widerspiegeln, indem passende Farben und Materialien verwendet werden. Zum Beispiel drückt Rot Leben, Energie und Vitalität aus und Grün kann mit Jugendlichkeit und Vitalität verbunden sein. Viele der Bögen, die verwendet werden, um Hochzeits- oder Geburtstagsgeschenke und -karten zu verzieren, benutzen eine Kombination von Rot und Weiß, um Feier und Glück darzustellen.
Die Verpackung kann mit Papier oder Stoff erfolgen. Tsutsumi (つつみ) bedeutet zu wickeln oder zu verbergen. Bei einer speziellen Technik namens origata (おりがた) wird das Material nicht geschnitten, sondern nur gefaltet. Falten bringen am meisten Glück, wenn sie eine ungerade Zahl ergeben, und Asymmetrie ist besser als perfekte Symmetrie.
(http://www.giftypedia.com/Japan_Gift_Giving_Customs)
Furoshiki (ふろしき) ist der Name des Tuches, das verwendet wird, um Geschenke einzuwickeln. Ursprünglich erfunden, um Kleidung zu transportieren, wenn man ein öffentliches Bad besucht, ist das Tuch eine nachhaltige Möglichkeit, Geschenke in der modernen Welt zu verpacken. Seide, Baumwolle oder "chirimen" (ein spezielles japanisches gewebtes und strukturiertes Gewebe) sind populäre Materialien. Die Muster werden passend zur Jahreszeit oder zur Feier ausgewählt.
 
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